Verschnaufpause für Kleider- und Schuhschrank

 

Unsere Kleider- und Schuhschränke sind übervoll, wir verlieren den Überblick. Die Anzahl der Klamotten würde locker für drei reichen. und wir kaufen immer weiter dazu. Was für ein Wahnsinn! Schluss damit! Hier ein Erfahrungsbericht “2 Jahre ohne”.

Irgendwann hatte ich es satt: Mein Kleiderschrank platzte aus allen Nähten und ich wusste trotzdem nie, was ich anziehen soll. Und weil ich keine Lust habe, mich ständig mit Klamotten zu beschäftigen, bestand meine alltägliche Garderobe eigentlich nur aus einer kleinen Auswahl aus dem großen Angebot. Mein Schuhschrank war zwar nicht ganz so voll, dennoch fanden sich auch hier Exemplare, die ich kaum getragen hatte. Und das alles vor dem Hintergrund, dass ich schon seit Jahrzehnten bei meinem Kleidungs- und Schuhkauf auf Nachhaltigkeit achte und sich deshalb nur hochwertige und vor allem lange haltbare Stücke in meinem Besitz befinden. Ich beschloss, radikal etwas zu verändern.

Als erstes räumte ich alle Kleidungsstücke und Schuhe einmal aus – was für ein Spaß (und das ist nicht ironisch gemeint). Ich sortierte Stücke, die noch sehr gut erhalten waren, die ich aus verschiedenen Gründen aber nie wieder tragen würde, aus. Es gelang mir tatsächlich, den größten Teil davon über “momox” zu verkaufen.*

Auf den zweiten – recht kleinen – Haufen kamen Exemplare, die nicht besonders gut erhalten waren bzw. sich nicht mehr verkaufen ließen. Diese landeten in der Altkleidersammlung.

Der stattliche Rest landete wieder im Kleider- bzw. Schuhschrank – sortiert nach Jahreszeit. Nun hatte ich wieder Durchblick und ich freute mich über all die wiederentdeckten Klamotten. Und weil das auf jeden Fall genug für ein ganzes Jahr war, beschloss ich sogleich, ein Jahr lang keine neuen Klamotten und Schuhe mehr zu kaufen.

Aus dem einen Jahr wurden zwei. Ich habe tatsächlich zwei Jahre lang (mit Ausnahme von Socken und Unterwäsche) kein Kleidungsstück bzw. Paar Schuhe gekauft. Nur ein einziges Mal konnte ich nicht widerstehen: Nach meinem Urlaub auf der Isle of Man war mein Reisegepäck um eine wunderschöne Strickjacke (aus der Wolle einer dort heimischen und sehr seltenen Schafrasse) reicher.

Und was soll ich sagen: Obwohl ich weniger Kleidungsstücke hatte als zuvor, habe ich mich abwechslungsreicher und kreativer gekleidet. Und da ich sowieso ein kreativer Mensch bin, habe ich mir zu vielen meiner Oberteile passende Ketten gefertigt (allesamt aus vorhandenen Materialien bzw. “Müll”). Damit fallen die Blicke der anderen zuerst auf die “Statement-Kette” und nicht darauf, dass “die schon wieder die gleiche Bluse trägt”. Außerdem besitze ich eine beträchtliche Anzahl an verschiedenfarbigen Schals, die meine Garderobe auch immer wieder anders aussehen lassen.

Nach zwei Jahren dann war meine Lieblingsjeans unwiderruflich hin. So begann ich wieder, mir Kleidung zu kaufen. ABER…

… außer Hosen (selten), Schuhen (sehr selten), Unterwäsche und Socken (nach Bedarf) kaufe ich nun ausschließlich SecondHand-Klamotten. Mein Lieblings”laden” ist “momox fashion“*, denn hier kann ich doppelt nachhaltig einkaufen: Ich kaufe nämlich nicht nur aus zweiter Hand sondern auch ausschließlich von Marken mit Nachhaltigkeitsanspruch (z.B. Hess Natur, Maas, Gudrun Sjöden, Armed Angels u.a.) – die Auswahl ist riesig.

Es geht mir richtig gut damit.

* Ich bekomme keine Provision oder sonstige Vergünstigungen für diese “Werbung” – momox und ich passen einfach am besten zusammen.

 

 

Bildquelle: Antje Radcke
Autorin: Antje Radcke

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