Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Den eigenen CO2-Fußabdruck und Stromverbrauch ermitteln

Ein sparsamer Umgang mit Energie schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn durch einen  geringeren Energieverbrauch wird der Ausstoß des Treibhausgases CO2 gesenkt.

Wer sich generell einmal einen Überblick über den eigenen Stromverbrauch oder den eigenen CO2-Fußabdruck verschaffen möchte, für den ist unsere erste Challenge genau das richtige.

Berechne deinen CO2-Fußabdruck!

Unsere tägliche Lebensweise hat einen großen Einfluss auf die Erde. Ob durchs Heizen, Kochen, Autofahren oder Fernsehen – überall wird Energie verbraucht und es entsteht CO2. Der CO2-Fußabdruck gibt an, wie viel Kohlenstoffdioxid durch unsere persönliche Lebensweise freigesetzt wird.

Wie das geht?

Deine Verbräuche lassen sich in Energieeinheiten wie Kilowattstunden (kWh) berechnen und umrechnen. So beispielsweise auch die Gasmenge, die du zum Heizen aufwendest oder der Benzinverbrauch deines Autos. Diese Energiemengen können auch in sogenannte CO2-Äquivalente umgerechnet werden, d.h. alle klimarelevanten Gase (u.a. auch Stickoxide), die durch die Verbrennung von Öl, Gas, Benzin, Diesel, Kerosin und deren Herstellung ausgestoßen werden, werden in CO2 umgerechnet. Auf diese Art kann man durch die CO2-Fußabdruck-Tools erkennen und vergleichen, wo man mit seinem Lebensstil steht und wo Verbesserungen möglich sind.

In Deutschland liegt der durchschnittliche Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck bei 11,6 t CO2-Äquivalenten pro Person und Jahr. Dieser muss sich laut Umweltbundesamt bis auf unter 1 t CO2-Äquivalente reduzieren, um das Klimaziel von 1,5°C zu erreichen.

Berechnen kannst du deinen CO2-Fußabdruck z.B. mithilfe des CO2-Rechner des Umweltbundesamtes: https://uba.co2-rechner.de/de_DE/

 

Ermittle deinen Stromverbrauch!

Den eigenen Stromverbrauch heraus zu bekommen ist eigentlich nicht schwer. Du kannst entweder auf der letzten Stromrechnung nachschauen oder wenn du es genauer wissen willst, einfach mal den eigenen Stromverbrauch messen.

Wie das geht?

Einfach zu Beginn dieser Challenge-Woche den Zählerstand ablesen und das wöchentlich bis Ende des Monats weiterführen. So kannst du deine Erfolgserlebnisse während der Challenge gleich sichtbar machen, wenn du einige Maßnahmen umgesetzt hast, wie z.B. Standby-Verbrauch abgeschaltet oder ein altes Gerät gegen ein sparsames getauscht hast.  Nach den Aktionen reicht eine monatliche Messung. Bei konstanter Minderung, kann man die monatliche Abschlagszahlung beim Energieversorger herabsetzen lassen. Einfach drei monatliche Zählerstände an den Energieversorger senden (Puffer einrechnen).

Wer Zeit hat, kann sich auch ein Strommessgerät ausleihen, z.B. bei der Energie Ressourcen Agentur Goslar e.V., und den Stromverbrauch aller Elektrogeräte messen. So kann man besser ermitteln, welche Neuanschaffung sich wirklich lohnt. 

 

Zu Ökostrom wechseln!

Ökostrom zu beziehen, ist eine Möglichkeit, den eigenen CO2-Ausstoß zu verringern. Mit dem ermittelten eigenen Stromverbrauch (Stromrechnung oder eigene Messung) den Stromanbieter wechseln:

Eine Anleitung und einen Vergleich bietet zwar der bekannte Anbieter Verivox.de, aber man muss schon ausgefuchst sein, um nicht auf Scheinanbieter von “Grünem” Strom hereinzufallen.

Einen guten Vergleich der tatsächlichen Anbieter, die nur erneuerbare Energieanlagen betreiben, bietet: https://utopia.de/bestenlisten/die-besten-oekostrom-anbieter/

Strom aus eigener Produktion

Besser noch als Ökostrom zu beziehen, ist es, selbst produzierten erneuerbaren Strom zu verbrauchen.

Wissenswertes zum Thema Solar sowie Beratungsangebote im Landkreis Goslar findest du unter www.landkreis-goslar.de/solarenergie 

Weitere Tipps zum Energiesparen gibt es auch in den kommenden Tagen und Wochen.

Also bleib dabei und stelle dich der Herausforderung!

Bildquelle: pixabay.com
Autorinnen: Cornelia Grote-Bichoel und Elisa Nestmann

"Klimafreundlich-leben-Challenge"

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Den eigenen CO2-Fußabdruck und Stromverbrauch ermitteln Ein sparsamer Umgang mit Energie schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn durch einen  geringeren Energieverbrauch wird der Ausstoß des Treibhausgases CO2 gesenkt....

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Eine Woche lang die Raumtemperatur senken und somit Heizkosten sparen ohne Komfort einzubüßen. Zwar gehen wir nun auf die "heizfreie" Sommerzeit zu, doch bei den recht kühlen Temperaturen der letzten Wochen hat wohl jede/r noch die Heizung in Betrieb. Ob nun 12°C ...

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Schalte den Standby-Modus ab! Standby kostet dich oft mehr Geld und Strom als die eigentliche Nutzung des Geräts im Betrieb. Warum also nicht auch den Standby-Modus abschalten, der nicht umsonst auf Amtsdeutsch „Schein-Aus-Modus“ heißt? Bei vielen Geräten hilft es...

CO2-Rechner

Errechne deine CO2-Bilanz mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes

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Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Eine Woche lang die Raumtemperatur senken und somit Heizkosten sparen ohne Komfort einzubüßen.

Zwar gehen wir nun auf die “heizfreie” Sommerzeit zu, doch bei den recht kühlen Temperaturen der letzten Wochen hat wohl jede/r noch die Heizung in Betrieb.

Ob nun 12°C  Außentemperatur oder -2°C, für das Wohlbefinden reicht selbst bei frostigem Wetter eine Innentemperatur von 18 bis 20 °C völlig aus. Du liegst da deutlich drüber oder weißt nicht mal, wie warm es generell in deinen Räumen ist? Dann ist diese Challenge genau die richtige für dich, um zu lernen, wie du Heizkosten sparen kannst ohne beim Komfort einzubüßen.

Und so geht’s!

In privaten Haushalten entfallen rund zwei Drittel des Energieverbrauches auf das Beheizen von Räumen. Hier liegt also großes Potential! Neben aufwendigen energetischen Sanierungsmaßnahmen, wie z.B. Wärmedämmung und Fensterisolierung, kann aber auch schon durch bewusstes Heizen und Lüften jede/r den eigenen Energieverbrauch effektiv senken. Als Faustregel gilt hier: 1° Celsius weniger spart 6 % Energie.

1. Temperatur messen und richtig einstellen

Damit du dein Einsparpotential entdecken kannst, musst du erst einmal die Temperatur in allen Räumen messen und mit den „Idealtemperaturen“ vergleichen.

  • Die Wohlfühltemperatur im Wohnbereich liegt i.d.R bei 20 ° C.
  • Im Schlafzimmer sind 16° bis 18° Celsius ausreichend
  • In der Küche reichen gewöhnlich 18 bis 20° Celsius aus.
  • Im Bad sind 22° Celsius okay, werden aber meist auch nicht über den ganzen Tag gebraucht.
  • Im Kinderzimmer können es gerne zwischen 20 und 22 °C sein.
  • Nachts sollte in allen Wohnräumen die Temperatur um 4° Celsius abgesenkt werden. Das spart Energie.
  • Unbenutzte Räume brauchen wenig bis keine Heizwärme. Hier sollte allerdings stets die Tür geschlossen sein. Im Winter sollte es hier bei Außentemperaturen unter Null auch nicht viel kälter als 15 Grad sein, da sonst Schimmel droht.
“Hm, und wie erreiche ich diese Raumtemperaturen nun?”, fragst du dich jetzt. Dazu hast du ein paar wichtige Helferlein: die Heizungsthermostate. Grundsätzlich gelten beim Thermostat folgende Werte, wie dem Schaubild von CO2online zu entnehmen ist:

Ach, und um mit einem Mythos aufzuräumen: Wie das Schaubild schon zeigt, wird ein Raum auch nicht schneller warm, wenn die Heizung auf 5 gestellt wird! Denn der Durchfluss des Heizungswassers bleibt der gleiche. Doch das Thermostat regelt den Zufluss erst ab, wenn eine Raumtemperatur von 28 °C erreicht ist.
Bei elektronischen Thermostaten kann die gewünschte Temperatur Grad-genau eingestellt und sogar je nach Tageszeit einprogrammiert werden. So kannst du schon eine Stunde bevor du nach Hause kommst, die Raumtemperatur auf die gewünschte Gradzahl hochheizen.
Wer einen direkten Zugriff auf die Bedieneinheit des Heizkessels hat, kann allgemeine Temperatureinstellungen, wie die Nachtabsenkung, auch dort direkt vornehmen.

So, du hast nun alle Einstellungen angepasst und deine Thermostatventile sind relativ modern? Dann bist du auf dem besten Weg CO2 und Geld zu sparen!!!

2. Thermostatventile erneuern

Wenn deine Thermostatventile schon etliche Jahre auf dem Buckel haben, dann solltest du sie erneuern. Denn je genauer ein Thermostatventil die Raumtemperatur hält, desto geringer ist dein Energieverbrauch. Durch den Wechsel auf ein modernes Thermostatventil können zwischen 4 bis 8 % Energie eingespart werden. Wie du ein Thermostatventil selbst wechseln kannst, findest du hier (http://www.heizkoerper-wissen.de/thermostatventil-wechseln/) beschrieben. Falls du dir dabei unsicher bist, empfehle ich dir, zunächst deinen Vermieter zu informieren, bevor du einen Fachmann zur Hilfe bittest.

Und wie viel CO2 kann denn nun eingespart werden?

Hol die Strickjacke, den Pulli und die dicken Socken raus, denn die Senkung der Raumtemperatur um 1 Grad spart nach der vielfach zitierten Faustformel nicht nur 6 % Energie und damit bares Geld, sondern laut Co2online auch bis zu 255 kg CO2 im Jahr. Deutschlandweit könnten fast 8 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden, wenn jede/r die eigene Raumtemperatur um nur 1° Celsius absenkt.
Zum Vergleich: die gesamte Beleuchtung schlägt „nur“ mit knapp 6 Mio. Tonnen CO2 zu Buche. Die Heizung runter zu drehen spart also mehr Treibhausgase, als ein ganzes Jahr lang im Dunkeln zu tappen.
Aber nun nicht übermütig werden, die Wohnung auskühlen lassen und sich Frostbeulen holen. Denke an die oben genannten Idealtemperaturen!
Und übrigens: Zum richtigen Heizen gehört auch immer das richtige Lüften. Lieber 3 – 4 mal am Tag Stoßlüften statt Dauerlüften auf Kippstellung. Das spart in einem Einfamilienhaus bis zu einer halben Tonne CO2 und 155 € pro Jahr.

Du willst noch mehr erfahren oder die Fakten nochmal checken?

 

Kleiner Teaser: Auch morgen geht es nochmal ums Heizen!

Bildquelle: Elisa Nestmann

Autorinnen: Tamara Moll und Elisa Nestmann

"Klimafreundlich-leben-Challenge"

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Den eigenen CO2-Fußabdruck und Stromverbrauch ermitteln Ein sparsamer Umgang mit Energie schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn durch einen  geringeren Energieverbrauch wird der Ausstoß des Treibhausgases CO2 gesenkt....

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Eine Woche lang die Raumtemperatur senken und somit Heizkosten sparen ohne Komfort einzubüßen. Zwar gehen wir nun auf die "heizfreie" Sommerzeit zu, doch bei den recht kühlen Temperaturen der letzten Wochen hat wohl jede/r noch die Heizung in Betrieb. Ob nun 12°C ...

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Schalte den Standby-Modus ab! Standby kostet dich oft mehr Geld und Strom als die eigentliche Nutzung des Geräts im Betrieb. Warum also nicht auch den Standby-Modus abschalten, der nicht umsonst auf Amtsdeutsch „Schein-Aus-Modus“ heißt? Bei vielen Geräten hilft es...

CO2-Rechner

Errechne deine CO2-Bilanz mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes

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Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Schalte den Standby-Modus ab!

Standby kostet dich oft mehr Geld und Strom als die eigentliche Nutzung des Geräts im Betrieb. Warum also nicht auch den Standby-Modus abschalten, der nicht umsonst auf Amtsdeutsch „Schein-Aus-Modus“ heißt? Bei vielen Geräten hilft es schon, den Stecker zu ziehen … oder eine Steckerleiste mit einem Kippschalter zum Trennen vom Stromnetz einzusetzen.

In der Challenge 3 begibst du dich auf eine detektivische Suche durch deine Wohnung. Beim Aufspüren deiner elektrischen Geräte lohnt es sich, ein Notizheft zur Hilfe zu nehmen.

Teurer Spaß: So viel kostet Standby jedes Jahr

Jetzt kommen die versprochenen nackten Zahlen, und sie werden dich überraschen: Ein Haushalt mit drei Personen muss jedes Jahr etwa 100 Euro Stromkosten nur wegen des Standby-Modus zahlen. In Deutschland sind „Leerlaufverluste“ in Privathaushalten und Büros für einen Stromverbrauch in Höhe von mindestens 22 Milliarden kWh pro Jahr verantwortlich (Umweltbundesamt (UBA)). Dies verursacht jährlich Kosten von mindestens vier Milliarden Euro. Zum Vergleich: Für den Strom, der allein im Standby-Modus verbraucht wird, sind in Deutschland zwei mittelgroße Atomkraftwerke notwendig (Biblis liefert etwa 11 Mrd. kWh).

 

Doch welches Gerät verbraucht wie viel?  

Waschmaschine
Die Waschmaschine verbraucht Strom, obwohl sie nicht wäscht? Ja, leider – denn sie wartet darauf, dass du irgendwann einmal den Schalter von „Aus“ auf eines der Waschprogramme drehst.
Ladegeräte
Genauso befinden sich viele andere Haushaltsgeräte im Standby-Modus, von denen du vielleicht nicht einmal wusstest, dass sie einen Standby-Modus haben. Beim DVD-Player kann man sich das ja denken, aber auch das Smartphone-Ladegerät verbraucht ununterbrochen Strom, wenn es in der Steckdose steckt. Pro Jahr kosten dich Ladegeräte je nach Schätzung und Typ bis zu 50 Euro (UBA), ohne dass es dein Mobiltelefon auch nur ein einziges Mal aufgeladen hat.
Amazon Echo, Siri und Google Home
Ob Amazon Echo, Siri, Google Home oder ähnliche Geräte mit Stimmsteuerung: Sie alle müssen ununterbrochen „zuhören“ und Spracherkennung durchführen, meist mit Netzwerkverbindung. Entsprechen verbrennen sie über den Daumen gepeilt zwischen 2 und 7 Watt – Tag und Nacht, die gesamte Woche hindurch. Eigentlich sollten wir solch verschwenderische Geräte gar nicht mehr nutzen – oder, wenn wir schon solche Stromschleudern verwenden, dann sollten wir im Sinne des Klimaschutzes wenigstens Ökostrom beziehen
Fernseher
Auch im Standby-Modus verbrauchen sie Energie. Das kann bis zu 36 Euro an Energiekosten im Jahr verursachen. Fernseher waren früher große Stromfresser – auch im Bereitschaftsmodus. Denn die Flimmerkiste wartete die ganze Zeit auf ein Signal von der Fernbedienung. Inzwischen haben die Hersteller aber nachgebessert: Neue Fernseher schlucken maximal ein halbes Watt im Wartemodus. Auf ein Jahr umgerechnet macht das etwa einen Euro. Viel Strom verbrauchen die neuen Fernseher also erst, wenn sie auch wirklich in Betrieb sind. Jetzt bitte nicht in Euphorie ausbrechen, denn es gibt einen großen Haken an der Sache: Wenn du einen DVB-T-Receiver oder -Rekorder hast, verbraucht der etwa genauso viel Strom im Standby wie früher der Fernseher. Deshalb gilt auch hier: Stecker raus.
Stereoanlage
Der größte Stromschnorrer: die Stereoanlage Vor allem bei älteren Geräten fällt auch der Standby-Betrieb auf Dauer ins Gewicht. So kann die Stereoanlage 35 Euro im Jahr für Standby verursachen: Die Stereoanlage toppt selbst Fernseher und Computer mit einem horrenden Stromverbrauch im Standby-Modus. Mini-HiFi-Anlagen sind nicht viel besser. Auch hier zahlst du jedes Jahr 25 Euro dafür, dass die Anlage auf Knopfdruck bereit ist. Jetzt überlege mal, wie häufig du die Stereoanlage wirklich in Betrieb hast – etwa zwei Stunden pro Woche?
Radiowecker, Spielekonsolen, Internet-Radio
Bei einigen Geräten unterschätzen wir gerne den Stromverbrauch: Besonders ältere Radiowecker mit großem Display sind im Bereitschaftsmodus sehr stromintensiv. Auch den damit verbundenen „Elektrosmog“ möchte vielleicht nicht jeder neben dem Kopfkissen wissen. Spielekonsolen wie Xbox und Playstation verbraten im Betrieb über 100 Watt. Doch ausgerechnet der Standby-Modus schluckt bei neuen Spielkonsolen enorm viel Strom. So viel, dass die Konsolen von Sony und Microsoft über das Jahr gesehen mehr Strom im Standby-Modus verbrauchen können als während des eigentlichen Spielens. Ein wenig Linderung schaffen die Power-Einstellungen der Geräte, richtig gut wird’s erst mit Stecker-ziehen oder Steckdosenschalter. Internet-Radios sind ein relativ neues Problem. Weil sie letztlich kleine Computer sind, die digitale Musikdaten als Stream aus dem Internet holen, brauchen sie viel Strom. Und das auch im ausgeschalteten Zustand, denn beim „echten Einschalten“ müssten sie sich erst ins WLAN einwählen, dann beim Router eine Internet-Adresse besorgen, im Internet ein Radio-Verzeichnis abrufen und erst dann kann es losgehen. Das dauert oft einige Minuten – und niemand wartet heute gerne. Die Schattenseite ist aber, dass die Netzradios ständig eine aufwändige WLAN-Verbindung aufrecht erhalten. 24 Stunden am Tag, auch im Standby. Also lieber mit Kippschalter (Steckdosenschalter) ausstatten und ein bisschen warten.
Router und Setup-Boxen und smarte Haushaltsgeräte
Router und Setup-Boxen sind meist auf Dauerbetrieb eingestellt und verbrauchen ständig Strom. Hier lohnt es sich, eine Nutzungszeit zu programmieren, damit sie zum Beispiel nachts nicht laufen oder während du auf der Arbeit bist. Allerdings muss der Verbraucher prüfen, ob die Geräte das mitmachen. Jedoch sind nicht alle Geräte für den getimten Stromentzug geeignet. Einige müssen nach jedem Ausschalten neu programmiert werden. Smarte Haushaltsgeräte, die untereinander vernetzt sind und sich über das Smartphone ansteuern lassen, sind bereits in vielen Haushalten vorhanden. Sie sind wie kleine Computer anzusehen, die ununterbrochen mit dem WLAN verbunden sind, kommunizieren und somit Strom verbrauchen. Aber auch sie können oft so programmiert werden, dass sie nur aktiv sind, wenn es notwendig ist.
Warmwasser-Boiler
Standby-Falle: Warmwasser-Boiler Ein Warmwasser-Boiler in der Küche oder im Bad sorgt für ein großes Problem: Der Boiler hält das Wasser konstant auf einer bestimmten Temperatur und muss das Wasser ständig nachwärmen – sogar in der Nacht. Die einfachste Lösung ist ein Stecker mit Kippschalter, mit dem du den Boiler selber ein- und ausschalten kannst. Schließt du einen Thermo-Stopp an, bekommst du einen Signalton, wenn das Wasser heiß ist. Alternativ kannst du auch mit einer Zeitschaltuhr regeln, dass du morgens und abends heißes Wasser hast. Jedes Jahr sparst du so etwa 30 Euro.

 Dass sich die EU nicht nur um Detailfragen wie krumme Gurken im Lebensmittelhandel kümmert, zeigt dir schon diese revolutionäre Verordnung zur Standby-Stromverschwendung: Neue Haushaltsgeräte und alle Unterhaltungselektronik dürfen seit 2014 nicht mehr als ein bis zwei Watt im Standby verbrauchen. Ist das Gerät länger ausgeschaltet, muss der Stromverbrauch sogar auf unter ein Watt sinken. Auch für Computer oder Zubehör gibt es eine EU-Verordnung, die alle Hersteller dazu zwingt, den Stromverbrauch bei abgeschalteten Geräten auf ein halbes Watt zu reduzieren. Oft tricksen Hersteller aber und führen einen eigenen Ruhemodus ein. Einige Geräte haben dagegen gar keinen „Aus“-Schalter. Da hilft dann die beste Verordnung nichts. Kaufe also nichts, was nicht auch einen echten „Aus“-Schalter hat – egal, ob es sich um einen Fernseher, eine Stereoanlage oder eine externe Festplatte handelt.

 

Standby-Killer: Was taugt die Steckerleiste?

In so gut wie jeder Wohnung gibt es Mehrfachstecker und wer schon einmal etwas von Standby gehört hat, der hat sich einen Mehrfachstecker mit Kippschalter gekauft. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt, könnte man meinen. Leider haben auch die Steckdosenleisten einen eigenen Energieverbrauch, wenn das Glimmlämpchen leuchtet. Nicht viel, aber eben auch Strom für nichts und wieder nichts – vor allem, wenn man zwar die Steckerleiste verwendet, aber die Geräte selten bis nie damit abschaltet.

Es gibt aber eine Alternative, die nur wenige kennen: sogenannte „Master-Slave-Steckdosen“. Dies sind automatische Mehrfachstecker, die einen „Master“- und mehrere „Slave“-Stecker haben. Dein Haupt-Gerät steckst du in den „Master“-Anschluss, zum Beispiel den PC oder Fernseher. Zusätzliche Geräte schließt du dagegen bei „Slave“ an, wie etwa einen DVD-Player oder Drucker und Monitor. Erst wenn du dein Hauptgerät einschaltest, werden die Zusatz-Geräte ebenfalls (automatisch) eingeschaltet. So sparst du 95 Prozent des Standby-Verbrauchs ein.

In deinem Notizheft stehen jetzt die Anzahl der möglicherweise noch nötigen Steckerleisten oder Steckdosen mit Kippschalter (für ein einzelnes Gerät z.B. die Waschmaschine) oder „Master-Slave-Steckdosen“. Mit ganz viel Zeit bei ganz schlechtem Wetter und einem ausgeliehenen Strommessgerät (z.B. beim Energieversorger, Energie Ressourcen Agentur e.V.) könnte man die eingesparte Strommenge auflisten und sich über das eingesparte Geld freuen. Eine grobe Abschätzung macht aber auch Freude!!

 

Weitere Tipps zum Stromsparen gibt es unter: 

www.co2online.de/energie-sparen/strom-sparen/strom-sparen-stromspartipps/stromverbrauch-bei-standby/

Bildquelle: Wikipedia.de

Autorin: Cornelia Grote-Bichoel

"Klimafreundlich-leben-Challenge"

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Challenge 1: Verschaffe dir einen Überblick!

Den eigenen CO2-Fußabdruck und Stromverbrauch ermitteln Ein sparsamer Umgang mit Energie schont nicht nur den Geldbeutel, sondern ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, denn durch einen  geringeren Energieverbrauch wird der Ausstoß des Treibhausgases CO2 gesenkt....

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Challenge 2: Runter drehen und Geld sparen!

Eine Woche lang die Raumtemperatur senken und somit Heizkosten sparen ohne Komfort einzubüßen. Zwar gehen wir nun auf die "heizfreie" Sommerzeit zu, doch bei den recht kühlen Temperaturen der letzten Wochen hat wohl jede/r noch die Heizung in Betrieb. Ob nun 12°C ...

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Challenge 3: Raus aus dem Standby-Modus!

Schalte den Standby-Modus ab! Standby kostet dich oft mehr Geld und Strom als die eigentliche Nutzung des Geräts im Betrieb. Warum also nicht auch den Standby-Modus abschalten, der nicht umsonst auf Amtsdeutsch „Schein-Aus-Modus“ heißt? Bei vielen Geräten hilft es...

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